Copy Trading Kosten – was kostet das Kopieren wirklich?
Copy Trading wird häufig als kostenlos beworben. Doch auch ohne direkte Kopiergebühr können Spread, Kommissionen, Finanzierungskosten und eine Performance Fee die tatsächliche Rendite reduzieren. Wir zeigen dir, welche Kosten entstehen können und rechnen ein konkretes Beispiel durch.
Was kostet Copy Trading?
Die Kosten beim Copy Trading können sich je nach Broker, Handelsplattform, Signalgeber und gehandeltem Finanzinstrument deutlich unterscheiden.
Deshalb ist die Aussage „Copy Trading ist kostenlos“ häufig nur die halbe Wahrheit.
Es kann durchaus sein, dass für das eigentliche Aktivieren einer Copy-Trading-Beziehung keine feste monatliche Plattformgebühr verlangt wird. Die kopierten Trades selbst verursachen aber normalerweise weiterhin die üblichen Tradingkosten.
Beim Copy Trading solltest du immer die Nettorendite nach allen Kosten betrachten – nicht nur die Bruttoperformance, die ein Signalgeber in seinem Profil anzeigt.
Besonders relevant sind dabei Spreads, mögliche Orderkommissionen, Finanzierungskosten und eine eventuelle Gewinnbeteiligung des Signalgebers.
Welche Kosten können beim Copy Trading entstehen?
Nicht jedes Copy-Trading-Angebot verwendet dieselbe Gebührenstruktur. Trotzdem lassen sich die meisten Kosten in einige typische Kategorien einteilen.
Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Marktes.
Je nach Konto kann für die Ausführung eines Trades eine separate Ordergebühr entstehen.
Erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung für den Signalgeber.
Bei gehebelten Positionen über Nacht können Finanzierungskosten entstehen.
Bei Konten und Zahlungen in verschiedenen Währungen können Umrechnungskosten entstehen.
Je nach Anbieter können weitere Konto-, Zahlungs- oder Plattformkosten anfallen.
Welche dieser Gebühren tatsächlich relevant sind, hängt immer vom konkreten Anbieter ab. Deshalb lohnt sich ein Blick in die aktuellen Konditionen des Brokers und in das Profil des jeweiligen Signalgebers.
1. Spread – die oft unsichtbare Gebühr
Der Spread ist die Differenz zwischen dem aktuellen Kaufkurs und Verkaufskurs eines Finanzinstruments.
Vereinfacht gesagt startet eine neu eröffnete Position dadurch zunächst leicht im Minus. Je größer der Spread, desto stärker muss sich der Markt zunächst in die gewünschte Richtung bewegen, bevor der Trade profitabel wird.
Bei einer Strategie mit wenigen langfristigen Trades fällt dieser Effekt möglicherweise weniger stark ins Gewicht. Bei einem sehr aktiven Copy-Trading-System mit vielen Intraday-Trades kann sich der Spread dagegen über das Jahr deutlich summieren.
2. Kommissionen pro Trade
Neben dem Spread können Broker eine separate Kommission pro Trade berechnen.
Häufig hängt das vom gewählten Kontomodell ab. Ein Konto kann beispielsweise sehr niedrige Spreads bieten, dafür aber eine feste Kommission je gehandeltem Volumen verlangen.
Ein anderes Kontomodell verzichtet dagegen auf eine separate Kommission, arbeitet dafür aber möglicherweise mit etwas größeren Spreads.
Welches Modell günstiger ist, hängt unter anderem vom Handelsstil des kopierten Systems ab.
3. Performance Fee oder Profit Share
Eine der Copy-Trading-spezifischsten Gebühren ist die Performance Fee.
Dabei erhält der Signalgeber einen bestimmten Anteil am erzielten Gewinn. Deshalb wird häufig auch von Profit Share oder Gewinnbeteiligung gesprochen.
Beispiel: Beträgt die Performance Fee 20 Prozent und entstehen nach der für das jeweilige Modell maßgeblichen Berechnung 1.000 € Gewinn, könnten davon 200 € an den Signalgeber gehen.
Wichtig ist, die konkrete Berechnungsgrundlage des Anbieters zu prüfen. Nicht jedes System berechnet die Performance Fee auf dieselbe Art.
Was bedeutet High-Water-Mark?
Einige Anbieter nutzen eine sogenannte High-Water-Mark. Vereinfacht bedeutet das, dass eine Performance Fee erst wieder anfällt, wenn ein vorheriger Höchststand überschritten wird.
Dadurch soll verhindert werden, dass ein Signalgeber mehrfach eine Erfolgsbeteiligung für das bloße Aufholen vorheriger Verluste erhält.
4. Finanzierungskosten bei Overnight-Positionen
Werden gehebelte Positionen über Nacht gehalten, können zusätzlich sogenannte Finanzierungs- oder Swapkosten entstehen.
Für eine reine Intraday-Strategie, die alle Positionen noch am selben Handelstag schließt, spielt dieser Kostenblock häufig eine geringere Rolle.
Hält ein Signalgeber dagegen Positionen mehrere Tage oder sogar Wochen, können Finanzierungskosten einen zunehmenden Einfluss auf die Nettoperformance haben.
Was bleibt nach den Copy-Trading-Kosten übrig?
Schauen wir uns ein vereinfachtes Beispiel an.
Ein Copy-Trading-Konto erzielt innerhalb eines Jahres vor Gebühren einen Tradinggewinn von 2.000 €.
Über das Jahr entstehen insgesamt 120 € aus Spread und Kommissionen sowie 30 € Finanzierungskosten. Der Signalgeber verlangt außerdem beispielhaft eine Performance Fee von 20 Prozent.
2.000 € Bruttogewinn
Beispielhafte Rechnung zur Veranschaulichung. Das konkrete Gebührenmodell kann je nach Anbieter abweichen.
Aus ursprünglich 2.000 € Bruttogewinn bleiben in diesem vereinfachten Beispiel nach den angenommenen Kosten 1.480 € Nettogewinn übrig.
Die gesamten angenommenen Kosten betragen damit 520 €. Das entspricht in diesem Beispiel 26 Prozent des ursprünglichen Bruttogewinns.
Bruttorendite ist nicht gleich Nettorendite
Gerade beim Vergleich verschiedener Copy-Trading-Systeme ist entscheidend, ob eine dargestellte Performance bereits sämtliche relevanten Kosten berücksichtigt.
Eine Strategie mit 25 Prozent Bruttorendite muss für den Follower nicht automatisch besser sein als eine Strategie mit 20 Prozent Bruttorendite.
Verlangt die erste Strategie beispielsweise eine deutlich höhere Performance Fee oder verursacht aufgrund einer extrem hohen Handelsfrequenz wesentlich höhere Tradingkosten, kann sich das Bild nach Kosten umdrehen.
Vergleiche Copy-Trading-Angebote möglichst anhand dessen, was nach Spread, Kommissionen, Finanzierung und möglichen Erfolgsgebühren tatsächlich übrig bleibt.
Welche Kosten entstehen beim BlackBull Copy Trading?
Für das auf Trading-Broker.de vorgestellte Copy-Trading-Setup nutzen wir BlackBull Markets.
Die eigentliche Copy-Trading-Funktion kann je nach aktuellem Angebot ohne separate Grundgebühr für das bloße Aktivieren einer Kopierbeziehung genutzt werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch keine Kosten entstehen. Auch hier solltest du insbesondere die Handelskosten des gewählten Kontos und die Bedingungen des jeweiligen Signalgebers beachten.
Diese Kosten solltest du prüfen
Bevor du eine Strategie kopierst, solltest du dir sowohl das Broker-Kontomodell als auch die Angaben des Signalgebers ansehen. Die konkrete Kostenstruktur kann sich je nach Konto und Strategie unterscheiden.
Da Brokerkonditionen und Signalgebergebühren geändert werden können, solltest du vor dem Start immer die aktuell angezeigten Gebühren direkt bei BlackBull beziehungsweise beim jeweiligen Signalgeber prüfen.
So vergleichst du Copy-Trading-Kosten richtig
Ein guter Kostenvergleich sollte nicht bei der Frage enden, ob das Kopieren selbst kostenlos ist.
Wir würden stattdessen immer das gesamte Kostenmodell betrachten.
Sind Copy-Trading-Kosten bei kleinen Konten problematischer?
Die Kontogröße kann ebenfalls eine Rolle spielen. Feste Gebühren belasten ein kleines Konto prozentual stärker als ein großes Konto.
Ein einfaches Beispiel: 50 € feste Gesamtkosten entsprechen bei einem Konto mit 1.000 € Kapital bereits 5 Prozent des Kontowerts. Bei einem Konto mit 10.000 € entsprechen dieselben 50 € dagegen nur 0,5 Prozent.
Bei prozentualen Gebühren wie einer Performance Fee ist dieser Effekt anders, da sich die Gebühr normalerweise proportional zum erzielten Gewinn verändert.
Niedrige Kosten bedeuten nicht automatisch eine gute Strategie
Die Kosten sind beim Copy Trading wichtig, sollten aber nie isoliert betrachtet werden.
Eine extrem günstige Strategie mit hohem Drawdown und aggressivem Risikomanagement ist nicht automatisch attraktiver als eine etwas teurere Strategie mit nachvollziehbarerem Risikoprofil.
Ebenso sollte eine hohe Performance Fee nicht automatisch bedeuten, dass ein Signalgeber besonders gut ist.
Rendite, Risiko und Kosten müssen gemeinsam betrachtet werden.
Was kostet Copy Trading wirklich?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Copy Trading kann ohne feste Kopiergebühr angeboten werden und trotzdem laufende Tradingkosten verursachen.
Besonders wichtig sind Spread, Kommission, mögliche Finanzierungskosten und die Performance Fee des Signalgebers.
Deshalb solltest du niemals nur fragen: „Wie hoch ist die Rendite?“
Die bessere Frage lautet: Welche Rendite bleibt mir nach allen Kosten tatsächlich übrig?
FAQ zu Copy Trading Kosten
Ist Copy Trading kostenlos?
Manche Anbieter verlangen keine separate Gebühr für das bloße Aktivieren einer Copy-Trading-Beziehung. Die ausgeführten Trades können trotzdem Spread, Kommissionen, Finanzierungskosten und gegebenenfalls eine Performance Fee verursachen.
Was ist eine Performance Fee?
Eine Performance Fee ist eine erfolgsabhängige Vergütung. Der Signalgeber erhält dabei einen bestimmten Anteil am erzielten Gewinn. Die konkrete Berechnung hängt vom jeweiligen Anbieter ab.
Was bedeutet Profit Share beim Copy Trading?
Profit Share ist ein anderer Begriff für die Gewinnbeteiligung des Signalgebers. Beispielsweise würde bei einer 20-prozentigen Gewinnbeteiligung ein Teil des nach dem jeweiligen Gebührenmodell ermittelten Gewinns an den Signalgeber gehen.
Was ist die High-Water-Mark?
Eine High-Water-Mark soll verhindern, dass nach einer Verlustphase erneut eine Performance Fee auf Gewinne anfällt, die lediglich einen zuvor erreichten Höchststand wiederherstellen. Die genaue Ausgestaltung hängt vom Anbieter ab.
Fallen beim Copy Trading Spreads an?
Beim Handel über einen Broker können Spreads anfallen. Wie hoch diese sind, hängt unter anderem vom Markt, Kontomodell und aktuellen Marktbedingungen ab.
Gibt es beim Copy Trading Kommissionen?
Je nach Broker und Kontomodell können separate Kommissionen pro Trade entstehen. Andere Kontomodelle verzichten auf eine gesonderte Kommission, arbeiten dafür eventuell mit höheren Spreads.
Was kostet Copy Trading bei BlackBull?
Die konkrete Kostenstruktur hängt vom gewählten BlackBull-Kontomodell und vom jeweiligen Signalgeber ab. Auch wenn die Copy-Trading-Funktion selbst ohne feste Grundgebühr angeboten wird, können Tradingkosten und eine Gewinnbeteiligung anfallen. Die jeweils aktuellen Konditionen sollten direkt vor dem Start geprüft werden.
Welche Kosten sind beim Copy Trading am wichtigsten?
Besonders relevant sind Spread, mögliche Kommissionen, Finanzierungskosten bei über Nacht gehaltenen Positionen und eine eventuelle Performance Fee. Welche Position am stärksten ins Gewicht fällt, hängt von der jeweiligen Strategie ab.
Copy Trading selbst ausprobieren?
In unseren Anleitungen zeigen wir dir, wie du dein BlackBull-Konto eröffnest und anschließend das Copy Trading Schritt für Schritt einrichtest.