Copy Trading Platform – welche ist die beste?
Eine gute Copy-Trading-Plattform sollte mehr können, als Trades eines anderen Traders automatisch zu kopieren. Entscheidend sind transparente Performance-Daten, ein sinnvolles Risikomanagement, eine einfache Bedienung und eine gute Auswahl an Strategien. Wir vergleichen BlackBull CopyTrader, eToro, cTrader Copy und ZuluTrade.
Was ist eine Copy-Trading-Plattform?
Eine Copy-Trading-Plattform verbindet Anleger mit anderen Tradern beziehungsweise professionell oder algorithmisch verwalteten Handelsstrategien. Anstatt jeden Trade selbst zu analysieren, kannst du eine bestehende Strategie auswählen und deren Handelsentscheidungen automatisch auf deinem eigenen Konto nachvollziehen lassen.
Die Plattform übernimmt dabei die technische Verbindung zwischen dem sogenannten Signalgeber und dem Anleger. Eröffnet der Signalgeber beispielsweise eine Position auf Gold, wird abhängig von deinen Einstellungen eine entsprechende Position auf deinem Konto eröffnet. Wird der Trade geschlossen, kann auch die kopierte Position automatisch geschlossen werden.
Die Qualität einer Copy-Trading-Plattform entscheidet sich deshalb nicht allein daran, ob diese technische Kopie funktioniert. Viel wichtiger ist, welche Informationen du vor deiner Entscheidung erhältst und wie gut du dein eigenes Risiko kontrollieren kannst.
Eine gute Copy-Trading-Plattform sollte dir ermöglichen, Strategien zu analysieren, deren Risiko einzuschätzen und anschließend selbst festzulegen, mit welchem Risiko du diese Strategie kopieren möchtest.
Dazu gehören beispielsweise eine nachvollziehbare Performancehistorie, Kennzahlen zum Drawdown, Informationen über bisherige Trades und verständliche Einstellungen für Positionsgrößen beziehungsweise das eingesetzte Kapital.
Copy-Trading-Plattformen im Vergleich
Der Markt für Copy Trading ist inzwischen groß. Einige Anbieter integrieren das Kopieren direkt in ihre eigene Brokerplattform, während andere Lösungen brokerübergreifend funktionieren.
Zu den bekanntesten Lösungen gehören BlackBull CopyTrader, eToro CopyTrader, cTrader Copy und ZuluTrade. Alle vier verfolgen grundsätzlich dasselbe Ziel, setzen technisch und beim Risikomanagement aber unterschiedliche Schwerpunkte.
| Plattform | Besonderheit | Für wen? | Unsere Einschätzung |
|---|---|---|---|
| BlackBull CopyTrader Favorit | Broker + Copy Trading aus einer Hand | Einsteiger & aktive Trader | Unsere Empfehlung |
| eToro CopyTrader | Starker Social-Trading-Fokus | Einsteiger | Sehr einfach |
| cTrader Copy | Technisch flexible Copy-Lösung | Fortgeschrittene | Sehr interessant |
| ZuluTrade | Große Auswahl an Signalgebern | Strategievergleicher | Gute Alternative |
Welche Plattform tatsächlich am besten passt, hängt von deinen Anforderungen ab. Wer beispielsweise besonders großen Wert auf eine soziale Community legt, kann andere Prioritäten haben als jemand, der eine konkrete algorithmische Strategie kopieren möchte.
Für unser eigenes Copy-Trading-Setup auf Trading-Broker.de haben wir uns für BlackBull CopyTrader entschieden. Warum, erklären wir im nächsten Abschnitt.
1. BlackBull CopyTrader
Der BlackBull CopyTrader ist die Copy-Trading-Lösung von BlackBull Markets. Der große Vorteil besteht für uns darin, dass Brokerkonto und Copy-Trading-Umgebung direkt miteinander verbunden werden können.
Du eröffnest zunächst dein eigenes Handelskonto bei BlackBull. Anschließend kannst du den CopyTrader öffnen, verfügbare Strategien beziehungsweise Provider betrachten und dich für einen Signalgeber entscheiden.
Besonders wichtig finden wir die Möglichkeit, sich vor dem Start mit der bisherigen Handelshistorie einer Strategie auseinanderzusetzen. Denn eine hohe Rendite allein sagt wenig darüber aus, welches Risiko ein Trader dafür eingegangen ist.
Bild vergrößern
Warum BlackBull unser Favorit ist
Für uns ist vor allem die Kombination aus einfacher Einrichtung, transparenten Strategieinformationen und individuellen Risikoeinstellungen interessant.
Beim Copy Trading ist nämlich nicht nur entscheidend, welche Strategie du auswählst. Mindestens genauso wichtig ist, mit welchem Risiko diese Strategie auf deinem eigenen Konto umgesetzt wird.
Bei unserem eigenen Setup mit RozaOne wird beispielsweise im Classic Mode mit einem festen Multiplikator gearbeitet. Dadurch lässt sich die kopierte Positionsgröße an die eigene Kontogröße anpassen.
Das gefällt uns besser als ein System, bei dem der Anleger eine Strategie auswählt und anschließend kaum Einfluss darauf hat, wie aggressiv die Positionen auf dem eigenen Konto umgesetzt werden.
BlackBull CopyTrader
Auf Trading-Broker.de zeigen wir dir die komplette Einrichtung: von der Eröffnung des BlackBull-Kontos bis zur Aktivierung unserer vorgestellten Copy-Trading-Strategie.
2. eToro CopyTrader
eToro gehört zu den bekanntesten Namen, wenn es um Social Trading und Copy Trading geht. Die Plattform hat das Konzept, anderen Anlegern zu folgen und deren Handelsaktivitäten zu kopieren, sehr stark geprägt.
Der Ansatz ist besonders einfach: Du kannst dir andere Anleger ansehen, deren bisherige Aktivitäten analysieren und anschließend entscheiden, ob du ihre zukünftigen Trades kopieren möchtest.
Dadurch ist eToro gerade für Anfänger vergleichsweise leicht verständlich. Copy Trading wirkt dort weniger wie eine technische Zusatzfunktion und mehr wie ein zentraler Bestandteil der gesamten Plattform.
Das kann ein Vorteil sein, wenn du verschiedene Anleger entdecken und dich innerhalb einer Social-Trading-Umgebung bewegen möchtest.
Für unser eigenes Projekt ist der Fokus allerdings ein anderer. Wir möchten nicht möglichst viele unterschiedliche Anleger kopieren, sondern eine konkrete algorithmische Handelsstrategie über ein klassisches Tradingkonto abbilden.
Deshalb passt BlackBull für unseren Anwendungsfall besser.
3. cTrader Copy
cTrader ist vielen aktiven Tradern zunächst als klassische Handelsplattform bekannt. Neben manuellem und algorithmischem Trading gibt es mit cTrader Copy aber auch eine eigene Copy-Trading-Lösung.
Anleger können dort verschiedene Strategieanbieter vergleichen und Kapital einer Strategie zuweisen. Für jede kopierte Strategie wird innerhalb des cTrader-Systems ein entsprechendes Copy-Trading-Konto verwendet.
Interessant ist vor allem, dass cTrader bei der Strategieanalyse zahlreiche Kennzahlen bereitstellt. Dazu können beispielsweise Rendite, Gewinnquote, Profit-Faktor, Alter der Strategie und maximaler Drawdown gehören.
Die kopierten Positionsgrößen werden über ein Equity-to-Equity-Modell proportional an die Kontogröße angepasst. Damit verfolgt cTrader einen etwas anderen Ansatz als Systeme, bei denen der Anleger einen festen Multiplikator auswählt.
cTrader Copy ist deshalb besonders interessant, wenn du bereits cTrader nutzt oder eine stärker technisch ausgerichtete Copy-Trading-Umgebung suchst.
4. ZuluTrade
ZuluTrade gehört ebenfalls zu den etablierten Plattformen im Bereich Social und Copy Trading. Anders als eine reine brokerinterne Lösung ist ZuluTrade stärker darauf ausgelegt, Trader beziehungsweise sogenannte Leader mit Anlegern zu verbinden.
Ein interessanter Punkt ist dabei die große Auswahl an Strategien. Anleger können Leader anhand verschiedener Kriterien filtern und anschließend entscheiden, welchem Trader sie folgen möchten.
ZuluTrade bietet außerdem eigene Funktionen für das Risikomanagement. Dazu gehört beispielsweise ZuluGuard, mit dem das Risiko anhand bestimmter Kriterien begrenzt werden kann.
Für Anleger, die möglichst viele verschiedene Signalgeber durchsuchen und vergleichen möchten, kann ZuluTrade deshalb interessant sein.
Gleichzeitig kann die große Auswahl für Anfänger auch ein Nachteil sein. Denn je mehr Strategien zur Verfügung stehen, desto wichtiger wird die Fähigkeit, gute von lediglich kurzfristig erfolgreichen Tradern zu unterscheiden.
Woran erkenne ich eine gute Copy-Trading-Plattform?
Bei der Auswahl würden wir nicht allein auf den Namen des Anbieters achten. Entscheidend ist, welche Möglichkeiten dir die Plattform vor und nach dem Start bietet.
Besonders wichtig ist zunächst Transparenz. Du solltest möglichst nachvollziehen können, wie sich eine Strategie in der Vergangenheit entwickelt hat. Eine einzelne Prozentzahl zur Gesamtrendite reicht dafür nicht aus.
Interessant sind unter anderem der maximale Drawdown, die Anzahl der bisherigen Trades, die durchschnittliche Haltedauer, die gehandelten Märkte und die Entwicklung über einen längeren Zeitraum.
Diese Punkte würden wir vergleichen
- Nachvollziehbare Performancehistorie
- Angaben zu Drawdown und Risiko
- Ausreichend lange Handelshistorie
- Individuelle Risikoeinstellungen
- Transparente Gebühren
- Einfache Einzahlung und Auszahlung
- Seriöser Broker beziehungsweise Vertragspartner
- Einfache Möglichkeit, das Kopieren wieder zu stoppen
Gerade Anfänger sollten außerdem auf eine verständliche Benutzeroberfläche achten. Eine Plattform mit hundert Einstellungsmöglichkeiten ist nicht automatisch besser, wenn niemand versteht, welche Auswirkungen diese Einstellungen haben.
Das Risikomanagement ist wichtiger als die Plattformoptik
Copy-Trading-Plattformen können modern aussehen, übersichtliche Charts anbieten und erfolgreiche Trader prominent darstellen. Das sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie gut dein Kapital geschützt werden kann.
Für uns gehört das Risikomanagement deshalb zu den wichtigsten Auswahlkriterien.
Im Idealfall kannst du beeinflussen, wie groß die kopierten Positionen sind beziehungsweise welcher Anteil deines Kapitals für die Strategie eingesetzt wird. Einige Plattformen bieten zusätzlich Stop-Funktionen, Equity-Limits oder andere Möglichkeiten, das maximale Risiko zu begrenzen.
Das ist deshalb wichtig, weil zwei Anleger dieselbe Strategie kopieren können und trotzdem ein völlig unterschiedliches Risiko eingehen.
Bevor du eine Kopierbeziehung aktivierst, solltest du deshalb nicht nur fragen: „Welche Strategie möchte ich kopieren?“
Mindestens genauso wichtig ist: „Mit welchem Risiko möchte ich diese Strategie kopieren?“
Was kostet eine Copy-Trading-Plattform?
Die Kosten unterscheiden sich je nach Plattform und Signalgeber erheblich. Deshalb solltest du nicht nur darauf achten, ob die Plattform selbst eine monatliche Nutzungsgebühr verlangt.
Beim eigentlichen Handel entstehen häufig Spreads und gegebenenfalls Kommissionen. Werden Positionen über Nacht gehalten, können zusätzlich Finanzierungskosten entstehen.
Darüber hinaus können Strategieanbieter eine Performance Fee oder andere Gebührenmodelle verwenden. Bei einer Performance Fee wird vereinfacht ein Teil der erzielten Gewinne an den Strategieanbieter abgegeben.
cTrader Copy erlaubt beispielsweise je nach Strategie Gebührenmodelle mit Performance-, Management- und volumenabhängigen Gebühren. Bei BlackBull ist die Nutzung des CopyTrader selbst laut Anbieter kostenlos; für eine konkrete Strategie und den zugrunde liegenden Handel solltest du die jeweils geltenden Kosten dennoch separat prüfen.
Welche Copy-Trading-Plattform ist die beste?
Eine Plattform, die für jeden Anleger objektiv die beste Wahl ist, gibt es aus unserer Sicht nicht. Die richtige Lösung hängt davon ab, was du mit Copy Trading erreichen möchtest.
Wer eine besonders stark auf Social Trading ausgerichtete Umgebung sucht, findet bei eToro einen interessanten Ansatz. Wer bereits mit cTrader arbeitet, kann mit cTrader Copy eine technisch sehr umfangreiche Lösung nutzen. ZuluTrade wiederum ist interessant, wenn eine große Auswahl unterschiedlicher Signalgeber im Vordergrund steht.
Für unser eigenes Copy-Trading-Setup ist BlackBull CopyTrader aktuell unsere Empfehlung.
Uns gefällt vor allem, dass das Copy Trading direkt mit dem Brokerkonto verbunden werden kann, Strategien beziehungsweise Provider vor dem Start analysiert werden können und das eigene Risiko über entsprechende Einstellungen kontrolliert werden kann.
Hinzu kommt, dass wir mit RozaOne nicht einfach irgendeinen Trader aus einer großen Rangliste auswählen, sondern gezielt einer algorithmischen Intraday-Trendstrategie auf Gold folgen möchten.
Genau für diesen Anwendungsfall passt das BlackBull-Setup für uns sehr gut.
BlackBull CopyTrader ausprobieren
Wir haben für dich eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt. Darin zeigen wir sowohl die Kontoeröffnung bei BlackBull als auch die anschließende Einrichtung des Copy Tradings.
FAQ zu Copy-Trading-Plattformen
Was ist eine Copy-Trading-Plattform?
Eine Copy-Trading-Plattform ermöglicht es, Handelsentscheidungen eines anderen Traders oder einer Strategie automatisiert auf dem eigenen Handelskonto nachzubilden.
Welche Copy-Trading-Plattform ist die beste?
Das hängt von den persönlichen Anforderungen ab. Für unser auf Trading-Broker.de vorgestelltes Copy-Trading-Setup ist BlackBull CopyTrader unsere bevorzugte Lösung. Alternativen sind unter anderem eToro CopyTrader, cTrader Copy und ZuluTrade.
Warum empfehlen wir BlackBull CopyTrader?
Für unseren Anwendungsfall gefällt uns die Verbindung aus eigenem Brokerkonto, Strategieauswahl und individuellen Risikoeinstellungen. Außerdem können wir damit unsere vorgestellte algorithmische Goldstrategie über ein eigenes Tradingkonto kopieren.
Ist Copy Trading automatisch?
Nach der Aktivierung werden Handelsaktionen des ausgewählten Signalgebers grundsätzlich automatisiert auf dem verbundenen Konto nachvollzogen. Die genaue Umsetzung hängt von der jeweiligen Plattform ab.
Ist eine Copy-Trading-Plattform kostenlos?
Das ist vom Anbieter abhängig. Auch wenn keine separate Plattformgebühr anfällt, können Spreads, Kommissionen, Finanzierungskosten und Strategie- beziehungsweise Performancegebühren entstehen.
Kann ich beim Copy Trading Geld verlieren?
Ja. Verliert die kopierte Strategie Geld, können entsprechende Verluste auch auf deinem Konto entstehen. Historische Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Was ist beim Risikomanagement wichtig?
Besonders wichtig sind die kopierte Positionsgröße, das eingesetzte Kapital und mögliche Risiko- beziehungsweise Equity-Limits. Das Risiko sollte immer zur eigenen Kontogröße passen.
Du möchtest Copy Trading selbst ausprobieren?
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein BlackBull-Konto eröffnest und anschließend das Copy Trading einrichtest.